Öffentliche Mitwirkung zur Erweiterung des ADT-Standorts Bümberg

Am bestehenden Abbau- und Auffüllstandort Bümberg in den Gemeinden Oppligen und Heimberg ist eine Erweiterung im Gebiet Ägelmoos geplant. Ziel dieser Erweiterung ist es, genügend Kapazitäten für die Ablagerung von unverschmutztem Aushub sicherzustellen. Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland RKBM passt deshalb ihren Regionalen Richtplan Abbau, Deponie, Transporte (ADT) an. Bis zum 1. September 2026 läuft die öffentliche Mitwirkung.

Die Kies AG Aaretal KAGA plant am Standort Ägelmoos eine Deponie für unverschmutzten Aushub. Der Standort ist Teil des gut erschlossenen Kies-Abbaugebiets Bümberg und liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Oppligen (RKBM) und Heimberg (Entwicklungsraum Thun ERT). Am Standort soll ohne vorgängigen Kiesabbau ein Ablagerungsvolumen von rund 1,35 Millionen Kubikmetern entstehen, das nach der Festsetzung rasch verfügbar ist.

Ordentliches Verfahren notwendig

Im Regionalen Richtplan ADT ist das Gebiet Ägelmoos als einer von drei Reservestandorten für die Ablagerung von unverschmutztem Aushub vermerkt. Diese Standorte sollen dank eines vereinfachten Verfahrens zügig aktivierbar sein. Der Kanton Bern stellte jedoch fest, dass aufgrund des geplanten hohen Deponievolumens eine Anpassung im ordentlichen Verfahren gemäss Art. 61 ff. BauG erforderlich ist.

Die Richtplananpassung erfolgt daher im ordentlichen Verfahren und ist mit den betroffenen Gemeinden sowie der Nachbarregion ERT abgestimmt. Nach der öffentlichen Mitwirkung und der kantonalen Vorprüfung legt die RKBM den angepassten Richtplan der Regionalversammlung und dem Kanton Bern zur Genehmigung vor. Die Richtplananpassung bildet die Grundlage für die kommunale Nutzungsplanung.

Öffentliche Mitwirkung bis zum 1. September 2026

Die öffentliche Mitwirkung zur Richtplananpassung dauert vom 1. Juli bis zum 1. September 2026. Die Mitwirkungsunterlagen finden Sie hier.

Regionaler Richtplan Abbau, Deponie, Transporte (ADT)

Mit dem Regionalen Richtplan ADT stellt die RKBM sicher, dass für die Bauwirtschaft in der Region Bern-Mittelland in den nächsten 30 bis 45 Jahren genügend Rohstoffe und Deponievolumen vorhanden sind. Ziele dieser Planung sind unter anderem die flächendeckende Betrachtung der ADT-Situation über den gesamten Perimeter der RKBM, die Schliessung von Deckungslücken mit Standorterweiterungen oder neuen Abbau- und Deponiestandorten sowie die Vermeidung von unnötigen Transporten. Der Kanton genehmigte den Richtplan im Dezember 2017.

Kontakt und weitere Auskünfte durch die Regionalkonferenz Bern-Mittelland:

Stefan Meier, Präsident Kommission Raumplanung, Telefon 079 691 24 59

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