Die Regionen und der Kanton Bern hielten in der Studie «ÖV-Erschliessung im ländlichen Raum» (2022) fest, dass On-Demand-Angebote weiter zu vertiefen sind: In Gebieten, die sich mit klassischem ÖV nicht sinnvoll und wirtschaftlich erschliessen lassen, sollen kleinere Fahrzeuge bedarfsorientiert die Anbindung an das reguläre ÖV-Netz sicherstellen.
Fünf Regionen lancierten daher gemeinsam das Projekt «On-Demand Kanton Bern». In einer ersten Phase identifizierten sie geeignete Räume. Das Interesse der Gemeinden an der Studie war sehr hoch. In sechs Gebieten sollten On-Demand-Projekte vertieft geprüft werden, drei davon im Perimeter der Regionalkonferenz Bern-Mittelland RKBM: neben dem bestehenden Angebot rund um Belp Projekte in den Räumen Gantrisch und Fraubrunnen sowie im Korridor Konolfingen–Langnau.
In einer zweiten Phase konkretisierten die Regionen, Gemeinden, Transportunternehmen und der Kanton die Projekte. Für den Raum Fraubrunnen kam keine tragfähige Lösung zustande. Die übrigen Vorhaben wurden erfolgreich beim Kanton eingereicht: Der Grosse Rat beschloss in der Frühlingssession 2026, drei On-Demand-Projekte ins ÖV-Angebot 2027–2030 aufzunehmen:
Die RKBM hat das Projekt 2026 abgeschlossen. Die RKBM begleitet die Gemeinden bei der Umsetzung der Angebote. Gleichzeitig werden in der Region weitere On-Demand-Projekte vorangetrieben. Ziel ist, gestützt auf die laufenden Erfahrungen weitere Vorhaben ins ÖV-Angebot nach 2030 zu integrieren.