Eine Wanderung für alle Sinne

Steiler Start, genussvolle Fortsetzung: Die gut dreistündige Wanderung von Walkringen zur Mänziwilegg und weiter nach Vechigen beginnt mit einem kräftigen Aufstieg – und belohnt dann mit Weitblicken, stillen Waldpfaden, schmucken Ortsbildern und einem Zwischenhalt im Sensorium Rüttihubelbad. Mehrere kürzere Hartbelagstrecken.

Walkringen – Mänziwilegg – Wikartswil – Rüttihubelbad – Eggwald – Vechigen

Zugegeben: Die erste Wanderstunde hat es in sich – der Aufstieg zur Mänziwilegg (916 Meter) ist steil und fordert uns ganz schön. Danach wird die Tour deutlich gemütlicher. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Walkringen (691 Meter). Wir überqueren in der Ebene die Bahngleise und den Biglenbach (Wegweiser: Mänziwilegg). Viel Zeit zum Einlaufen bleibt uns nicht. Im Ortsteil Zihl beginnt der Aufstieg. Über eine etwas verwachsene Grasspur und zahlreiche Stufen kommen wir – mit tollem Ausblick – zum Haus Eichholz. Von dort führt die Route, nun auf Teer, zur Häusergruppe Gstein. Bald zweigen wir rechts ab und steigen weiter an. Im folgenden Waldstück ist die Spur stellenweise undeutlich. Über einen breiten Fahrweg und in einem grossen Linksbogen erreichen wir eine Verzweigung. Beide Varianten führen zum Zwischenziel: Wir wählen den rechten Weg und gelangen über Kuhweiden zur Mänziwilegg (916 Meter, mit Restaurant).

Sensorium: eine besondere Erlebniswelt

Für einen gut einstündigen Abschnitt folgen wir nun dem Trans Swiss Trail, einer 488 Kilometer langen Fernwanderung von Mendrisio nach Porrentruy. Vor allem aber geniessen wir den weiten Blick über die Region Bern und das Mittelland. Das Wandern gestaltet sich nun angenehm. Auf bequemen Wald- und Feldwegen kommen wir rasch voran – kurz vor Wikartswil (774 Meter) auch mit bester Alpensicht. Wir durchqueren den Weiler, der zur Gemeinde Walkringen gehört und mit einem intakten Ortsbild aufwartet. Bis zum Rüttihubelbad (747 Meter) ist es ein Katzensprung. Hier lohnt das Sensorium, ein Erlebnismuseum mit 70 interaktiven Stationen und bald Kulturinstitution von mindestens regionaler Bedeutung, den Besuch – ein 1750 Quadratmeter grosses Erlebnisfeld der Sinne.

Hinter dem Rüttihubelbad zweigt der Wanderweg rechts ab und führt uns – zunächst ansteigend – für einen längeren Abschnitt durch den Wald des Worbbergs (763 Meter, Wegweiser: Worb). Unterwegs passieren wir zwei vorzüglich ausgestattete Brätlistellen. Meist dem Waldrand entlang geht es dann sanft hinab zum Hof Hasli (703 Meter). Die Szenerie ist ausgesprochen lieblich. Bis zum Pfadiheim Worb verlieren wir – kurz auf Teerstrasse, dann auf Feldweg – weiter an Höhe (Eggwald, 657 Meter). Hier verlassen wir den Trans Swiss Trail und nehmen das letzte Wegstück unter die Füsse (Wegweiser: Vechigen). Bald erblicken wir die Kirche von Vechigen, die auf einem Geländevorsprung über dem Worblental thront und von einer hübschen Baugruppe mit Pfrundscheune, Pfarrhaus und alten Bauernhäusern umgeben ist. Wir durchqueren das Dorf – und sind wenig später am Ziel, dem Bahnhof Vechigen (578 Meter).

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen