Regionales Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept RGSK

Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Pendeln

Das Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept (RGSK), das am 23. Mai 2017 vom Kanton Bern genehmigt worden ist, ist das strategische Raum- und Verkehrsplanungsinstrument der Regionalkonferenz Bern-Mittelland RKBM. Es schafft die Voraussetzungen, um die Region Bern-Mittelland als attraktiven Lebens- und Naturraum sowie als Wirtschaftsstandort zu stärken. Das RGSK umfasst Massnahmen für ein leistungsfähiges und sicheres Verkehrsnetz, was für die Weiterentwicklung der Region von zentraler Bedeutung ist.

Das RGSK ist ein Instrument mit Richtplancharakter. Es schafft verbindliche und verlässliche Grundlagen für die kommunalen Ortsplanungen. Das Konzept ist zugleich das «Agglomerationsprogramm Siedlung und Verkehr Bern» und deshalb für die Region von hohem Interesse: Der Bund fördert die Agglomerationsprogramme finanziell – und zwar umso mehr, je effektiver sie sind. Mit dem RGSK der zweiten Generation beantragt die RKBM eine Vielzahl an Massnahmen zur Mitfinanzierung – so etwa die Verlängerung der Tramlinie 9 nach Wabern.

Moderates Wachstum mit Qualität

Die RKBM geht im RGSK bis 2030 von einem Wachstum von 10 Prozent bei der Bevölkerung respektive 9 Prozent bei den Arbeitsplätzen aus. Ziel ist es, dieses Wachstum verträglich aufzufangen – mit einem konsequenten Fokus auf eine Siedlungsentwicklung nach innen.

Die RKBM will die hohe Landschaftsqualität erhalten und, wo möglich, behutsam weiterentwickeln. Das RGSK enthält daher neu auch eine Reihe von Landschaftsmassnahmen. Sie bezwecken etwa den Erhalt der meist landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaften oder die Aufwertung von wertvollen Naturlandschaften.

Verkehr verlagern und verträglich gestalten

Im Bereich Verkehr plant die RKBM eine Vielzahl von kleineren oder mittleren Massnahmen, die in ihrer Gesamtheit eine hohe Wirkung entfalten. Beim motorisierten Individualverkehr (MIV) liegt der Fokus darauf, den Verkehr verträglich zu gestalten. Ein zentrales Element ist die Kanalisierung des MIV auf Hochleistungs- und Hauptverkehrsstrassen. Wohngebiete sollen möglichst vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Im öffentlichen Verkehr strebt die RKBM Verbesserungen bei den Knotenpunkten und der kombinierten Mobilität (Bike-and-Ride-Anlagen) an. Ziel ist es, optimale Umsteigepunkte zwischen der S-Bahn und dem Feinverteiler (Tram, Bus, Fuss- und Veloverkehr) zu schaffen. Beim Langsamverkehr steht der Ausbau von leistungsfähigen Alltagsvelorouten im Vordergrund.

Wirtschaftliche Entwicklung stärken

Die Massnahmen des RGSK sind so aufeinander abgestimmt, dass sie die wirtschaftliche Entwicklung der Region fördern: Neben genügend Raumreserven in den regionalen Zentren sind Entwicklungsgebiete definiert, wo sich attraktiver Wohnraum nahe an den Arbeitsplätzen schaffen lässt.

 

Das RGSK als WebGIS-Anwendung: www.webgis-rkbm.ch 

Das WebGIS-Portal der RKBM bildet die Inhalte des RGSK II in einem Kartenviewer ab. Die RGSK-Inhalte können als Themen (Siedlung, Verkehr, Landschaft) und als einzelne Ebenen (zum Beispiel Vorranggebiete Siedlungserweiterung, Umstrukturierungsgebiete, Regionale Arbeitsschwerpunkte) ein- und ausgeblendet werden.Es sind sind diverse nützliche Anwendungen verfügbar:

  • Suchfunktion für Zoom auf Gemeinde
  • Beliebig einstellbarer Massstab
  • Verortung der einzelnen Massnahmenblätter in der Karte 
  • Verfügbarkeit der Massnahmenblätter als pdf-Dateien
  • Zip-Datei mit allen Massnahmen nach Klick innerhalb Gemeindeperimeter 
  • Druckfunktion für beliebige Kartenausschnitte in A4 und A3 (hoch/quer)
  • Streetview-Funktion als zusätzliche Orientierungshilfe

www.webgis-rkbm.ch

 

Richttermine Agglomerationsprogramm

  • Bis Ende 2017: Abschluss der Prüfung durch den Bund (ARE, ASTRA, BAV, BAFU)
  • Anfang 2018: Start der Vernehmlassung zum Programm Agglomerationsverkehr bei Kantonen, Parteien, Verbänden und interessierten Kreisen. Der Regierungsrat des Kantons Bern verfasst eine mit den Regionen konsolidierte politische Stellungnahme
  • Februar/März 2018: Fachgespräche (Bundesämter, Kantone, Regionen) zu den Prüfberichten
  • Ende September 2018: Bundesratsbeschluss über die Freigabe der Mittel für das Programm Agglomerationsverkehr (zusammen mit STEP Strasse)
  • Voraussichtlich Anfang 2019: Parlamentsentscheid zur Freigabe der Mittel
 

RGSK I 2012

Im Jahr 2012 konnte die Regionalkonferenz Bern-Mittelland nach einer mehrjährigen und intensiven Erarbeitungszeit das RGSK erstmals verabschieden (RGSK 1. Generation). Am 19. Oktober 2012 wurde es vom Kanton genehmigt.

Informationen zu den Agglomerationsprogrammen Verkehr und Siedlung finden Sie hier.

 
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Kanton genehmigt das RGSK der zweiten Generation

Der Kanton Bern hat das Regionale Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept (RGSK) der zweiten Generation am 23. Mai 2017 genehmigt. Die RKBM verfügt nun über ein aktuelles Planungsinstrument, um die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung aufeinander abzustimmen. weiterlesen

Die Medienmitteilung finden Sie hier